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3 Übungen zur Unterstützung der Kommunikation zwischen Sensoren und Intuitiven

Haben Sie schon einmal versucht, etwas zu erklären, das Ihr Gesprächspartner einfach nicht verstehen konnte? Wahrscheinlich haben Sie mit jemandem gesprochen, der am anderen Ende des Spektrums von Sensorik und Intuition steht. Die beiden Begriffe beschreiben, wie eine Person aus den Informationen, die sie aus der Welt erhält, eine Bedeutung schafft.

SENSOREN

Sensoren achten auf ihre unmittelbaren Erfahrungen. Sie treffen Entscheidungen auf der Grundlage der Dinge, die sie sehen, hören, fühlen, schmecken und riechen können, ohne diesen Empfindungen eine tiefere Bedeutung zuzuschreiben. Sie ziehen es daher vor, mit konkreten Daten zu arbeiten, anstatt mit Ideen und Theorien. Um etwas zu verstehen, sammelt ein Sensor (S) alle Fakten und arbeitet ein Problem von Grund auf durch.

INTUITIVEN

Intuitive verlassen sich stark auf ihre unbewusste Wahrnehmung, die man gemeinhin als Bauchgefühl bezeichnet. Sie ignorieren zwar nicht die Beweise ihrer Sinne, aber sie machen oft einen Wahrnehmungssprung und verknüpfen diese Beweise mit anderen Dingen über Gefühle oder Phantasie. Daher interessieren sie sich mehr für das, was sein könnte (Ideen und Möglichkeiten), als für das, was ist (Daten). Um etwas zu verstehen, verknüpft ein Intuitiver ein komplexes Netz von Daten, und zwar nicht unbedingt der Reihe nach.

Die meisten Menschen sind eine Mischung aus Sensing und Intuition, mit einer starken oder leichten Präferenz für die eine oder andere Seite. Etwa 30 % der Bevölkerung werden als Intuitive bezeichnet, während der Rest Sensoren sind.

ACHTEN SIE AUF DIE KOMMUNIKATIONSLÜCKE

Sie können sich vorstellen, wie die Kommunikation scheitern kann, wenn ein Gesprächspartner eine klare Präferenz für Sensing und der andere für Intuition hat.

Der S, der auf Präzision und Klarheit Wert legt, wird sich fragen, wann der N auf den Punkt kommt.

Der N, der das Gesamtbild sieht, wird sich fragen, warum der S an einem Datenpunkt festhält und andere Bezugsrahmen ignoriert.

Sowohl der S als auch der N haben vielleicht eine klare Vorstellung von dem Problem, verwenden aber unterschiedliche Sprachen (wörtlich oder abstrakt), um ihre Ideen zu beschreiben – ein Rezept für Verwirrung.

Drei Übungen zur Unterstützung der Kommunikation

Einzelpersonen kommunizieren viel effektiver, wenn sie Informationen in einem Stil vermitteln, der auf den Empfänger und nicht auf den Überbringer abgestimmt ist. Diese Übungen sollen Sensoren und Intuitiven helfen, so zu kommunizieren, dass der andere sie versteht.

ÜBUNG 1: VISUALISIEREN

Die erste Übung soll Sensoren und Intuitiven helfen, sich die Denk- und Kommunikationsweise ihres Gegenübers vorzustellen. Sie ist einem Konzept entnommen, das als “Abstraktionsleiter” aus S.I. Hayakawas und Alan R. Hayakawas Language in Thought and Action bekannt ist.

Die Teilnehmer beginnen die Übung mit dem Zeichnen einer echten Leiter. Die Leiter veranschaulicht die Kommunikationspräferenzen einer Person. Je höher man auf der Leiter steht, desto abstrakter ist die Kommunikationspräferenz. Je weiter unten auf der Leiter man steht, desto wörtlicher oder konkreter ist die Kommunikationspräferenz. Hayakawa beschreibt die Abfolge der Konzepte anhand einer Kuh namens Bessie:

  • Reichtum (ganz oben auf der Leiter; am abstraktesten)
  • Farmvermögen – Traktoren, Scheunen, Land
  • Nutztiere
  • Kühe
  • Die Kuh namens Bessie (unterste Stufe der Leiter; am konkretesten)

Wenn wir kommunizieren, bewegen wir uns ganz natürlich auf einer bestimmten Abstraktionsebene. Ein starker Intuitiver würde ganz oben auf der Leiter sitzen, während ein starker Sensor am unteren Ende sitzen würde. Gemeinsam sollten die Teilnehmer die Leiter nutzen, um ihre eigene Kommunikationspräferenz herauszufinden. Hier ist eine Kurzfassung der Überlegungen zu einem einfachen Käsesandwich:

  • Ernährung
  • Mittagessen
  • Sandwiches
  • Käsesandwich

Das Kommunizieren auf einer Sprosse der Leiter wird als “dead level abstracting” bezeichnet. Wenn Sie nur auf einer Ebene kommunizieren, während Ihr Gesprächspartner auf einer anderen Ebene kommuniziert, sind Sie nicht in der Lage, ein überzeugendes Argument vorzubringen.

Die nächsten beiden Übungen sollen Ihnen helfen, auf der Leiter auf- oder abzusteigen, damit Ihre Botschaft für die Zuhörer auf den verschiedenen Stufen überzeugender wird.

ÜBUNG ZWEI: HÖREN

Eine der Sieben Gewohnheiten sehr erfolgreicher Menschen von Stephen Covey besagt, dass wir zuerst versuchen müssen, zu verstehen, um dann verstanden zu werden. Bei dieser Übung sollen ein Sensor und ein Intuitiver die Geschichte von Goldlöckchen und den drei Bären abschnittsweise erzählen, wobei sie sich nach jeweils zwei oder drei Sätzen abwechseln. Zum Beispiel:

Sensor: Es war einmal ein kleines Mädchen namens Goldlöckchen. Sie ging im Wald spazieren. Schon bald kam sie an ein Haus. Sie klopfte, und als niemand antwortete, ging sie hinein.

Intuitiv: Goldlöckchen war hungrig. Sie sah drei Schüsseln mit Brei auf dem Tisch stehen, und da sie ein gieriges Mädchen war, griff sie direkt nach der größten Schüssel. Sie kostete den Brei und schrie: “Dieser Brei ist zu heiß!”

Sensor: Sie kostete den Brei aus der zweiten Schüssel. “Dieser Brei ist zu kalt”, sagte sie.

Und so weiter. Praktiker können diese einfache Übung als sehr schwierig empfinden, da die Sensoren die Geschichte in der Regel linear erzählen, während die Intuitiven von Abschnitt zu Abschnitt springen und ihre eigenen Schlüsse darüber ziehen, wie jede der Figuren denken, handeln und fühlen sollte. Um der Geschichte folgen zu können, muss sich jeder Persönlichkeitstyp auf die Gedankengänge des anderen einstellen. Sie werden schnell feststellen, wie wichtig es ist, zuzuhören und zu verstehen, bevor sie versuchen, ihren eigenen Standpunkt zu vertreten.

ÜBUNG DREI: ANPASSEN

Die letzte Übung veranschaulicht, wie Sensoren und Intuitive unterschiedliche Wege einschlagen können, aber letztendlich zum selben Ziel gelangen. Sie beginnt damit, dass ein Paar oder eine Gruppe in Sensoren und Intuitive aufgeteilt wird. Jede Gruppe muss ein Flugblatt verfassen, das zum Besuch einer lokalen Veranstaltung oder Attraktion auffordert. Der Haken an der Sache ist, dass die Werbung die andere Gruppe dazu verleiten muss, die Veranstaltung zu besuchen.

Diese Übung ist eine gute Möglichkeit, um die Sensoren und Intuitiven dazu zu bringen, ihre Kommunikationspräferenzen an die spezifischen Bedürfnisse ihrer Zielgruppe anzupassen. Wenn die Intuitive Gruppe sich auf die Kommunikationspräferenz der Sensoren eingestellt hat, sollte ihre (für die Sensoren geschriebene) Werbung folgende Punkte hervorheben:

  • Konkrete Informationen – Anzahl der Attraktionen und Gastronomiebetriebe
  • Fakten und Zahlen – Öffnungszeiten, Karte und Standort
  • Sensorische Sprache – was kann ich dort sehen?
  • Fotos, damit sich der Sensor ein Bild von der Veranstaltung machen kann

Ein starker Aufruf zum Handeln (Aufruf zum Kauf von Eintrittskarten!), damit der Sensor weiß, wie er die Botschaft in die Tat umsetzen kann

Sensoren, die für Intuitive schreiben, könnten sich auf Folgendes konzentrieren:

  • Abstrakte Informationen – Spannung, Nervenkitzel und Abenteuer
  • Fantasie und Vorstellungskraft
  • Abstrakte Sprache – was kann ich dort erleben?
  • Das große Ganze – wie die Attraktion oder das Ereignis mit anderen Ideen zusammenhängt

Ein Appell an gemeinsame Ideale – wie das Ereignis mit den Idealen des Intuitiven zusammenhängt, z. B. Freiheit, Bildung oder soziale Gerechtigkeit

Kommunikation in Kurzform Die wichtigste Erkenntnis ist, dass man mit dem Empfänger im Hinterkopf sprechen muss, um effektiv zu kommunizieren. Diese Übungen sollen Ihnen helfen, sich den Kommunikationsstil anderer zu vergegenwärtigen und sich auf der Abstraktionsleiter nach oben oder unten zu bewegen, bis Sie sich auf der gleichen Ebene befinden wie Ihr Gesprächspartner. Von dort aus ist es nur noch ein kleiner Schritt, um Ihren alltäglichen Kommunikationsstil so anzupassen, dass die Botschaft ankommt, unabhängig davon, wo sich Ihr Publikum auf dem Spektrum von Wahrnehmung und Intuition befindet.

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